Ferienzeit ist Einbruchszeit?
Einbruchhemmung für Haustüren

Generelle Empfehlungen zur Einbruchsicherung

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine 100-prozentige Einbruchsicherheit kann es nicht geben. Vor Einbrüchen ist niemand gefeit, insbesondere Häusern und Wohnungen im innerstädtischen Bereich sind gefährdet. Am Stadtrand und auf dem Land passen Nachbarn tendenziell besser auf, in der Stadt leben die Menschen anonymer. Dennoch gilt auch auf dem Land: ein offensichtlich leerstehendes Haus ist eine Einladung für Verbrecher.

Die gute Nachricht ist: Moderne, geprüfte Haustüren können eine hohe Sicherheit bieten. Und auch Sie können direkt etwas tun: Mit dem richtigen Verhalten und geeigneten Vorkehrungsmaßnahmen für Ihre Abwesenheit können Sie die Sicherheit erhöhen, nicht Opfer eines Einbruchs zu werden.

Die beste Sicherheitsmaßnahme gegen einen Einbruch ist es, Verbrechern keine Hinweise zu geben, dass Ihr Haus leer steht. Zu solchen Signalen gehören nicht nur Nachrichten in den sozialen Medien, dass Sie in den Urlaub fahren, sondern auch ein Anrufbeantworter-Spruch oder ein überquellender Briefkasten. Damit Ihr Haus nicht verlassen wirkt, können Sie eine Zeitschaltuhr oder Smartphone-Lösungen nutzen, die dafür sorgen, dass vereinzelte Lichter im Haus ein- und ausgeschaltet werden. Das gleiche gilt auch für das hoch- und herunterfahren der Rollläden. Selbstverständlich sollten keine Fenster offenstehen oder gekippt werden.

Mehr zum Thema Einbruchschutz finden Sie auch in unserem Artikel "Einbruchschutz rund um's Haus".

Einbruchschutz bei Haustüren

Hätten Sie es gedacht? Neben offensichtlichen Fahrlässigkeiten wie offene oder gekippte Fenster, versuchen die meisten Einbrecher tatsächlich immer auch über die Haustüre in das Gebäude zu gelangen. Kein Wunder, dass der Haustür eine zentrale Rolle bei der Sicherung eines Hauses zukommt. Beim Einbruchschutz der Haustür handelt es sich um ein umfassendes Konzept von Schlosstechnik über weitere einbruchshemmende Bauteile, wie bestimmte Materialien, bauliche Anforderungen sowie unterschiedliche Arten der Verglasung.

Die Sicherheit von Haustüren wird in sechs unterschiedlichen Widerstandsklassen gemessen, sogenannten RC (“resistance classes”).

In jeder Widerstandsklasse wird festgelegt, mit welchem Werkzeug ein Einbrecher wie lange die Türe nicht öffnen kann. Daher spricht man auch von Einbruchhemmung.

Der Sinn und Zweck einer einbruchshemmenden Tür ist es, dem Einbrecher seine Tat zu erschweren, damit er seinen Einbruchsversuch aufgibt. Die Widerstandsklassen sind von RC 1 (begrenzter Grundschutz gegen Vandalismus) bis RC 6 (hält professionellen Werkzeugen mindestens 20 Minuten stand) eingeteilt.

Die Widerstandsklassen der Haustüren im Detail

  • RC 1: Schutz gegen körperliche Gewalt wie Gegentreten.
  • RC 2 N/RC 2:  Einbruchhemmung von mindestens drei Minuten mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile.
  • RC 3: Einbruchhemmung von mindestens fünf Minuten. Werkzeugprofil: wie RC2 und Kuhfuß.
  • RC4: Einbruchhemmung von mindestens zehn Minuten. Profil: Erfahrener Täter mit Säge- und Schlagwerkzeugen wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel sowie Akku-Bohrmaschine.
  • RC 5: Einbruchhemmung von mindestens 15 Minuten. Profil: Erfahrener Täter mit Elektrowerkzeugen wie Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer.
  • RC 6: Einbruchhemmung von mindestens 20 Minuten. Profil: Erfahrener Täter mit besonders leistungsfähigen Elektrowerkzeugen wie unter RC 5.

 

 

Einsatzmöglichkeiten der Widerstandsklassen

Die Widerstandsklasse RC1 ist nur als Grundsicherung gedacht. Ihr typischer Einsatzbereich sind erhöhte Fenster. Für Türen bietet die Klasse RC1 keinen ausreichenden Schutz.

 RC2: Im privaten Bereich sind Bauteile der Widerstandsklasse RC2 zu empfehlen. RC2 bietet ausreichenden Schutz gegen Gelegenheitstäter mit dem typischem Einbrecherwerkzeug. Diese Widerstandsklasse bildet außerdem einen sinnvollen Kompromiss zwischen Einbruchschutz und Kosten.

Bei einer höheren Einbruchsgefahr, wertvollem Inventar sowie Luxusimmobilien ist RC3 die Widerstandsklasse der Wahl. Diese bietet deutlich besseren Schutz vor professionelleren Tätern. Allerdings ist der Schutz dieser Klasse mit signifikant höheren Ausgaben sowie mit baulichen Anforderungen verbunden.

Bauteile der Klassen RC4 und höher spielen aufgrund ihrer hohen Kosten im privaten Bereich kaum eine Rolle. Die Klassen RC 4 bis RC 6 finden meist in gewerblich genutzten Gebäuden wie Banken ihre Verwendung.

Einbruchhemmende Türen können einen Einbruchversuch abwehren. Dennoch sind sie natürlich nur dann wirksam, wenn sie auch geschlossen und verriegelt (abgeschlossen) werden – und beispielsweise keine Fenster offenstehen. Um Einbrüche wirksam zu verhindern, müssen sich die Hausherren neben der eingesetzten Schutztechnik auch entsprechend verantwortungsbewusst und umsichtig verhalten.

Die richtige Wahl: professionelle Beratung

Wie alle anderen Türen muss auch Ihre Schallschutztür ebenfalls in Ihr Heim passen. Um die richtige Haus- und Wohnungstüre zu finden und ausreichenden Lärmschutz zu garantieren, steht Ihnen Ihr ELEMENTARES Fachberater mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam besprechen Sie Ihre individuellen Bedürfnisse und werden professionell beraten.